Sprachförderung

 

 

 

Sprachentwicklung und Bewegung stehen in direktem Zusammenhang. Die Bereiche im Gehirn, die für die Sprache zuständig sind, stehen in Wechselwirkung mit den für Bewegung und Koordination zuständigen Sektionen. Das motorische Gedächtnis ist sehr konstant. In Bewegung erlerntes Wissen wird also länger und leichter behalten als in Ruhe gelerntes.

 

Viele Kinder erleben und bewegen sich zu wenig. Dies aber ist die Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Spracherwerb. Bewegung schafft zudem Anreize für Kommunikation. Aus Greifen wird Begreifen, aus der Sinneserfahrung wird Sinn, weil die Wahrnehmung in Laute, später in sprachlichem Ausdruck mündet.

 

Bewegung übt Sprache unter der Voraussetzung, dass über die kindlichen Erlebnisse kommuniziert wird und entsprechende Bezugspersonen greifbar sind, die den Prozess des Spracherwerbs anregen und fördern.

 

Bewegung und Sprachentwicklung sind also eng aneinander gekoppelt: Kann das Kind seine Bewegungen beim Laufen und Klettern gut steuern, zeugt dies von einer guten Hand- und Körperkoordination. Jetzt kann es auch die feinste Motorik der Mund-, Hals-und Zungenregion zum Sprechen wahrnehmen und steuern.

 

Kinder erfassen ihre Umwelt mit allen Sinnen, sie hören abstrakte Begriffe und ordnen sie zu, aber erst in der Interaktion mit anderen bekommt Sprache ihren Sinn als Kommunikationsmittel.

 

Sprachförderung auf allen Ebenen erzielen wir z.B. durch Fingerspiele. Sie gehören zur Kategorie der psychomotorischen Spiele, da sie zum einen die Grob- und Feinmotorik der Kinder fördert und zum anderen die Entwicklung ihrer Psyche anregt. Gefühle und Emotionen werden dabei ebenso angesprochen wie ihr Sozialverhalten und Denken. In der Regel erzählen Fingerspiele kleine, einfach Strukturierte Geschichten, die die Kinder anregen mitzuspielen, mitzudenken und mitzufühlen. Bei gleichzeitigem Einsatz von Sprache und Bewegung konzentrieren sich die Kinder zunächst auf die Motorik. Wenn ihnen dann die Bewegungsabläufe vertraut sind wenden sie ihre Aufmerksamkeit der Sprache zu. Dabei kommen insbesondere der Betonung und der Satzmelodie eine große Bedeutung zu. Hier nehmen Kinder Sprache nicht nur kognitiv auf, sondern erfahren Sprache in ihrer ganzen Bedeutung.

 

Rhythmus und Klang beeinflussen und verändern die Bedeutung von Sprache in enormer Weise und schon die Kleinsten sind trotz oder auch aufgrund ihres noch geringen Wortschatzes Meister im Deuten und Verstehen von Mimik und Satzmelodie.

 

 

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